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Bandsägeblatt - Wissen

Autor: Reinhard Eck

Da ich oftmals über die verschiedensten Fragen zum Schnitt mit der Bandsäge Auskunft geben muss, habe ich mich entschlossen, einen Teil meines mir bisher angeeigneten Wissens zu diesem Thema auf meine Website zu stellen. Es ist eine Diskussionsgrundlage. Für Ergänzungen, Hinweise und Anregungen bin ich dankbar.


Bandsägeblätter Holz/Kunststoff

1. Warum der Schnitt mit der Bandsäge sinnvoll ist?
1.1 Ökonomische und ökologische Aspekte
1.2 Faktoren, die einen Einsatz der Bandsäge verhindern?

2. Zur Herstellung von Bandsägebändern
2.1 Standardbänder - C75 (Schwedenstahl, Deutscher Stahl)
2.2 Bänder – zahnspitzenhart, Flexback, Carbon
2.3 Hartmetallbestückte Bänder
2.4 Palettenbänder
2.5 Spezialschliffe, Kunststoff, Styropur, Schaumstoff
2.6 Schweissen

3. Bandsägen 1x1 - Hinweise und Regeln
3.1 Für alle Bänder
3.1.1 Die richtige Bandstärke
3.1.2 Die Führungsrollen
3.1.3 Weitere Regeln und Empfehlungen
3.2 Hinweise für Kleinbandsägen unter 2 m Bandlänge

4. Schärfen
4.1 Welche Bänder können geschärft werden?
4.2 Wie oft lassen sich Bänder nachschärfen?


1. Warum der Schnitt mit der Bandsäge sinnvoll ist?
1.1 ökonomische und ökologische Aspekte
Wir sind voll davon überzeugt, dass die Bandsäge ein phantastisches Schneidwerkzeug ist und mitunter ein Schattendasein führt. Wir meinen zu unrecht.
Sie ist äusserst vielseitig einsetzbar. Gerade Schnitte, Kurvenschnitte, Schnitte mit grosser Durchlassfhöhe, quer zur Faser, längs zur Faser – alles kein Problem mit einer richtig eingestellten Maschine und passenden Bändern. Die Bandsäge trennt das Material im Vergleich zur Kreissäge mit einer schmalen Schnittfuge. Das heiüt, geringe Schnittverluste und geringen Energieeinsatz. Diese Eigenschaft könnte in der Zeit der Verknappung und Verteuerung von Energie und Rohstoffen eine noch grössere Bedeutung erlangen.
Um diesen Vorteil zu beleuchten, vergleichen wir den Schnitt einer Bandsäge mit dem einer Kreissäge. Die Bandsäge hat eine Blattlänge von 4500 mm, eine Blattbreite von 25 mm und eine Blattstärke von 0,6 mm. Aufgeschränkt, die mit Schrank gemessene Bandstärke beträgt 0,9 mm. Die Kreissäge arbeitet mit einem Zuschnittblatt, Durchmesser 350 mm und einer Schnittbreite von 3,2 mm.
Die Bandsäge hat eine Schnittfuge von ca. 1,2 bis 1,4 mm. Die Schnittfuge des Zuschnittblattes beträgt ca. 3,4 mm. Ein Verhältnis von fast 1 zu 3. Die Schnittfuge des Kreissägeblattes ist fast 3 mal so breit wie die der Bandsäge. Diese Ergebnisse rechnen wir hoch auf 10 und 100 Schnitte. Bei 10 Schnitten hätten wir theoretisch mit der Bandsäge eine Gesamtfuge von 1,4 cm und bei der Kreissäge eine Gesamtfuge von 3,4 cm. In diesem angenommenem Versuch werden von der Kreissäge 2 cm mehr Material verbraucht für die gleiche Leistung. Bei 100 Schnitten wären es geschätze 20 cm Material, dass verlorenen geht. Wir können errechnen, was uns diese 20 cm an Materialverlust kosten. Den Materialverlust müssen wir mit Energie bezahlen. Das "verlustige" Material wurde in Späne umgewandelt. Die Kreissäge benötigt für die gleiche Leistung, bedingt durch den breiteren Schnitt mehr Energie. Dieser Betrag ist nicht unerheblich.
Unsere Schätzung bezog sich auf ein Zuschnittblatt mit einer Blattstärke von 3,2 mm. Kreissägeblätter, die zum Brennholzschnitt eingesetzt werden haben meistens einen Durchmesser von über 500 mm und eine Schnittbreite deutlich über 4 mm. Das Verhältnis von Materialverlust und Energieaufwand im Vergleich zur Bandsäge fällt
noch gravierender aus.
Vergleichen wir die Schnittfugen von Bandsäge und Kettensäge haben wir ein geschätztes Verhältnis von mindestens 1:5. Die Kettensäge ist nötig, aus energetischer Sicht aber nur so lange, bis günstigere Schneidwerkzeuge eingesetzt werden können. Es könnte so passieren, dass wir unsere Sparsamkeit mit einem hohen Energieeinsatz bezahlen.
Es gilt die Regel: Schmale Schnittfuge, wenig Materialverluste (wenig Späne), geringer Energiebedarf. Breite Schnittfuge, höhere Materialverluste (viel Späne), hoher Energiebedarf.
Den Vorteil des geringen Materialverlustes verbunden mit einem geringen Energieeinsatz beim Schneiden hat die Lebensmittelindustrie längst erkannt. Hoch veredelte und teure Produkte wie Fleisch, gefrorener Fisch werden in hohem Masse mit Bandsägen getrennt. Dem dürften seitens der Kalkulatoren genaue Berechnungen zugrunde liegen, was eine andere Schneidart an Mehrkosten an Energie und an Verlusten an Lebensmitteln bedeuten würde.
Die Bandsäge bietet einen weiteren, bisher noch nicht genannten Vorteil, den der geringen Geräuschemmision. Viele Anwender betonen gerade diese Eigenschaft. Im Holzbereich ist es faszinierend wie die Bandsäge fast geräuschlos das Holz trennt.
Die Bandsäge wird die Kreissäge/Formatsäge nicht ersetzen. Aus energetischer Sicht bietet sie Vorteile, sie stärker ins Blickfeld zu rücken. Um Sparmöglichkeiten im eigenen Betrieb zu erkennnen, haben wir ein Formblatt „Sparpotential Bandsäge‶ erstellt. Bei Interesse bitte anfordern!
Ich glaube, dass uns die Energiewende nicht vom Himmel fällt und nicht nur eine Erfindung der Politiker ist. Rohstoffe, egal welcher Art, werden knapper und teurer. Alleine der Holzpreis ist in den letzten Jahren um ein x-faches gestiegen. Der Preis für Elektroenergie steigt an. Ein Ende der Preisentwicklung ist nicht erreicht. Material- und Energiepreise werden in Zukunft weiter steigen. Wir sind angehalten über Sparmöglichkeiten nachzudenken. Der Schnitt mit der Bandsäge bietet hierzu interessante Ansätze sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich. Das Prinzip des Trennens mit einem Band ist einfach und genial. Es liegt an uns, diese Form des Schneidens optimal beherrschen zu lernen. Es bedarf des Umdenkens und des Suchens nach neuen Wegen in vielen Arbeitsabläufen. Fehlendes Wissen und Know how können wir uns aneignen. Diese Schrift soll einen Schritt in diese Richtung darstellen.

1.2 Faktoren, die einen Einsatz der Bandsäge verhindern
Die Auflistung beinhaltet unsere Beobachtungen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Bandsäge ist nicht so einfach zu handeln wie eine Kreissäge. Um einen guten Schnitt zu erzielen, müssen viele Faktoren zusammenspielen. Vom Anwender werden eine höhere Sachkenntnis und Behutsamkeit im Umgang seiner Bandsäge (Bandage, Justierung der Laufräder, Sauberkeit der Laufräder, richtige Bandführung, fachmännisch geschärfte Bänder,...) verlangt.
Vielfach sind es verständliche Einwände, die den Einsatz der Bandsäge erschweren wie: die Bandsäge sei zu langsam, zu ungenau, zu kompliziert, die Bänder reissen zu schnell, die Standzeiten sind zu gering, keine Leistung, der Wechsel der Blätter ist zu umständlich, der Arbeitstisch der Bandsäge ist oft höher als der der Kreissäge, .... Solche und ähnliche Gründe bekomme ich oft zu hören, wenn ich frage, warum die Bandsäge nicht stärker genutzt wird. Oft sind es Kleinigkeiten, die es zu beseitigen gilt. Richtig eingestellt kann die Bandsäge zu einem unverzichtbaren Arbeitsmittel werden.
Die Anschaffungskosten für eine Bandsäge sind in der Regel höher als für eine Kreissäge. Rechnen wir ausnahmslos alle Kosten die beim Schneiden anfallen ein, sind die Betriebskosten bei der Kreissäge höher. Es dürfte dann eine Frage der Zeit sein, wann sich eine Bandsäge amortisiert.
In Weich- und Hartholz erzielen konventionell nachschärfbare Bänder, richtiges Schärfen und optimaler Lauf der Säge vorausgesetzt, hohe Ergebnisse, die über denen vergleichbaren Kreissägeblättern liegen. Sobald konventionelle Bänder in irgendeiner Form mit Leim- oder Plattenwerkstoffen in Berührung kommen, stumpfen die Bänder schnell.
Weiterentwicklungen in Richtung Erhöhung der Standwege. (s. Gliederungspunkt 2.3)


2. Zur Herstellung von Bandsägebändern
2.1 Standardbänder - C75 (Schwedenstahl, Deutscher Stahl)
Als Standardbänder bezeichnen wir die Bänder, die aus Bandstahl gefertigt, eingezahnt, geschränkt und geschärft, zum Einsatz kommen. Der verwendete Stahl hat die Bezeichnung C75, wobei C den Anteil von Kohlenstoff angibt. Der Bandstahl ist kaltgewalzt und verfügt über eine Härte von 41-43 HCR. (HCR bedeudet die Härte nach Rockwell. Je höher die Zahl, um so höher die Härte. Diese Zahl sagt nichts über die Abriebfähigkeit aus.
In der Bandqualität gibt es Unterschiede von Hersteller zu Hersteller. Welche Faktoren bestimmen die Bandqualität? Das erste Kriterium ist die Qualität des Stahls. In seiner chemischen Zusammensetzung darf er keinen Schwankungen unterliegen. Beim Walzen bedarf es einer guten Oberfläche, der Geradheit und einer konstanten Bandstahlstärke. In den Walzwerken wird der Stahl auf die geforderte Stärke ausgewalzt, auf Breite und Länge zugeschnitten und auf Ringe aufgerollt. Die Produktionsringe oder Coils erhalten die „Bandsägeblatthersteller‶. Dort wird der Bandstahl eingezahnt. Zahnformen und Zahnteilungen müssen peinlichst genau eingehalten werden. Das erfordert die stete Kontrolle der Verzahnungswerkzeuge und die exakte Einhaltung aller technischen Parameter. Nach dem Einzahnen erfolgen das Schärfen und Schränken. Danach brauchen die Bänder nur noch für den Anwender auf Länge zugeschnitten und endlos verschweisst werden. Unsere Bänder sind geschärft, geschränkt, geschweisst und sofort einsatzfähig.
Immer wieder werden wir gefragt, was ist der richtige Schrank? Die am weitesten verbreitete Form ist rechts links Schränkung. Bei richtiger Schränkung sollte der Zahn im oberen Drittel gebogen werden und das Biegen sollte 1/3 der Bandstärke nicht überschreiten. Im Service wird manchmal der Fehler gemacht, die Bänder zu stark zu schränken. So geschränkten Bänder neigen zum vorzeitigen Reissen. Beim Schneiden von nassem Holz ist es notwendig, geringfügig stärker aufzuschränken.
Die Schrankfolge rechts-links-gerade wird heute im Standard-Schwedenstahlbereich von den Herstellern nicht mehr angeboten. Bei dieser Zahnfolge ist der gerade Zahn ein Räumerzahn. So geschränkte Bänder haben eine höhere Standzeit und eine bessere Schnittqualität. Ich vermute aus Kostengründen hat man sich von dieser Variante verabschiedet. Es ist entschieden aufwendiger rechts-links-gerade zu schränken als nur rechts-links.
Hochwertige Bänder zeichnen sich durch die Qualität des verwendeten Bandstahls und der Qualität der Einzahnung, der Herausarbeitung der optimalen Zahngeometrie, aus. Bei einem gut laufenden Band müssen beide Komponenten stimmen. Bänder aus hochwertigem Stahl, wie Uddeholmstahl-Schwedenstahl, müssen nicht zwangsläufig gut laufen. (s. 4.1 Schärfen)
Für einen Anwender ist es schwer die Qualität seiner Bänder vor der Anwendung richtig einzuschätzen. Wir vertreiben Bandstahlbänder mit einer optimalen Einzahnung und der Schrankfolge rechts-links. Jedoch sind wir in der Lage auf rechts-links-gerade umzuschränken.

2.2 Bänder – zahnspitzenhart, Flexback, Carbon
Um die Standzeiten zu erhöhen, werden Zahnspitzen gehärtet. Das Härten der Zahnspitzen hat den Vorteil, dass diese Bänder voll schärfbar/schränkbar bleiben. Die Standzeiten sind höher als der Standardbänder. Wir empfehlen den Einsatz im Hartholzbereich und bei Kleinmaschinen mit kurzen Bandlängen.
Ein anderer Schritt, die Standzeiten zu erhöhen sind der Einsatz von Flexback und Carbonbändern im Massivholzbereich. Diese Bänder werden aus Werkzeugstahl gefertigt, wobei die Zähne und der Zahngrund gehärtet sind. Dadurch werden die Standzeiten weiter erhöht werden. Carbonbänder sind robust und werden gerne für den Brennholzschnitt als auch zum Trennen von Möbelplatten verwendet.
Die Flexbackbänder glänzen durch ihre Schnittqualität. Für alle Arten von Bastelarbeiten und feine Schnitten sind sie hervorragend geeignet.

2.3 Hartmetallbestückte Bänder
Was im Kreissägenblattbereich Norm ist, die Bestückung mit Hartmetall, wird im Bandsägenbereich ebenfalls versucht. Die Bänder für Y-tong oder Porenbeton sind grösstenteils hartmetallbestückt. Die Vorteile des Bandes, schmale Schnittfuge, kommen beim Trennen von abrasiven Materialien voll zur Geltung.
Ein fast revolutionäres Band, was die Standzeiten und die Schnittqualität anbelangt ist seit einigen Jahren auf dem Markt. Die Bänder sind hartmetallbestückt und haben eine variable Zahnteilung. Das bedeudet, dass die Hartmetallzähne sind in ungleichen Abständen auf dem Basismaterial aufgebracht sind. Der Abstand von Zahnspitze zu Zahnspitze beträgt z.b. einmal 8 mm dann 10 mm und 12 mm. Ein solches Intervall, 8-10-12 mm, wiederholt sich ständig. Durch diese besondere Teilung werden Schwingungen aus dem Band genommen und damit die Laufruhe entschieden erhöht. Das hat zur Folge, dass die Schnittflächen äusserst sauber und glatt sind. Der Fachmann spricht von der Rauhtiefe. Diese ist beidiesen Bändern äuserst gering. Eine Nachbearbeitung, wie Hobeln, kann z.T. entfallen. Die Standzeiten sind sehr hoch. öbertreffen hartmatallbestückten Kreissägeblättern bei weitem, bei fast Hobelqualität und geringster Schnittbreite. Das ideale Blatt im Massivholzbereich, hohe unübertroffene Standzeiten, geringe Schnittfuge (bei richtig eingestellten Maschinen max. 1.2 mm!), äuüerst geringer Nachbearbeitungsaufwand. Da hat sich der höhere Preis schnell amortisiert. Es kommt hinzu, diese Blätter sind bis 5 mal nachschärfbar.

2.4 Palettenbänder
Diese Bänder dienen dem Zerschneiden von Paletten. Die Paletten werden von Nägel, Krallen, Schrauben gehalten. Würden konventionelle Bänder mit Metall in Berührung kommen, würden sie schnell abstumpfen oder wegbrechen. Die Lösung sind Bi-Metallbänder. Im Schneidbereich verfügen sie über genügend Härte, um Nägel und Krallen zu zertrennen und sie haben genügend Spanraum zum Abtransport der Späne. Bi-Metallbänder bestehen aus einem harten Schneidstoff HS-M42 mit einem hohen Cobaltanteil und einem weichen Trägerband. (!Bi-Metallbänder!)

2.5 Spezialschliffe, Kunststoff, Styropur, Schaumstoff
Spezielle Materialien benötigen zu ihrer Bearbeitung besondere Zahnformen. Für Kunststoffe werden oft Bänder mit kleinen Zahnteilungen benötigt. Für Styropor ist ein Dachzahn empfehlenswert. Stoff wird mit Bandmessern geschnitten.

2.6 Schweissen
Das Schweissen ist ein komplexer Vorgang und erfordert viel Erfahrung.Mit modernen Schweissmaschinen werden die Bänder unter Erhitzung der Bandenden stumpf verschweisst. Der Schweissprozess läuft unter hohen Temperaturen ab. Die Schweisstelle ist hart und porös. Ein solches Band würde beim Biegen sofort brechen. Die Biegefähigkeit wird durch die Erwärmung auf die Anlasstemperatur wieder hergestellt. Der beim Schweissen entstandene Wulst wird mechanisch beseitigt. Bei manchen Bändern sind an der Schweissnaht die Anlassfarben sichtbar. Sie haben keinen Einfluss auf die Qualität des Bandes


3. Bandsägen 1x1 - Hinweise und Regeln
3.1 Alle Bänder
3.1.1 Die richtige Bandstärke
Die wichtigste Regel bei der Wahl der Bandstärke bei nachschärfbaren Bändern besagt, die Bandstärke sollte 1/1000 des Rollendurchmessers betragen. Der angenommene Durchmesser des Laufrades beträgt 60 cm. Die Bandstärke sollte 0,6 mm nicht übersteigen. Werden stärkere Bänder ausgewählt kommt es im Zahngrund zu Haarrissen und die Bänder reissen vorzeitig. Einwegbänder sind anders aufgebaut. Die Bandstärke wird höher dimensioniert.

3.1.2 Die Führungsrollen
Die richtige Einstellung der Rollenführungen entscheidet über das Schneidverhalten der Bandsäge. Bei fast allen modernen Bandsägen finden wir eine obere und untere Rollenführung. Die Führung besteht grösstenteills aus Kugellagern. Die seitlichen Führungsrollen sollten einige Hundertstel mm vom Band einjustiert sein. Die rechte und linke Rolle müssen in einer gedachten Linie laufen. Ein leichtes Touchieren von Sägeblatt und Rolle ist erwünscht. Wärmeverluste oder Reibungsverluste sind nicht möglich.
Das hintere Lager sollte im Leerlauf 2 mm Abstand zum Band haben. Feste oder eingelaufene Lager sind unbedingt zu ersetzen. Empfehlenswert sind gekapselte Lager.
Die Bandführung sollte, um die beste Leistung zu erzielen und eine hohe Sicherheit zu gewährleisten, nahe am Material stehen. Empfehlung 5 mm Abstand.

3.1.3 1x1 für Bandsägennutzer – weitere Empfehlungen
Die Bandsäge ist immer noch eine Maschine mit hohem Unfallrisiko. Die meisten Unfälle passieren, wenn die Werkstücke keinen festen Halt auf dem Sägetisch haben.
Es ist zu beachten, dass
- die Werkstücke immer fest auf dem Sägetisch liegen, speziell bei Rundhölzern,
- der Belag der Laufräder, speziell das untere, immer spänefrei ist,
- eine Abstreifbürste vorhanden sein sollte und diese funktionieren muss,
- stumpfe Bänder ausgewechselt werden, (Selbst erfahrene Anwender schneiden oft zu lange mit stumpfen Bändern!) Was kann passieren(Verweis auf Herstellung!)
- nach dem Schneiden die Bänder entspannen,
- bei verschmutztem Holz vor dem Schneiden der Schmutz abgekehrt werden sollte,
- bei langem Material sollten wir auf der Annahmeseite einen Rollbock verwenden,
- immer Schiebestöcke (Hände mindestens 10 cm vom Band!) verwenden und nicht in die Schnittlinie halten.

3.2 Für Benutzer von Kleinbandsägen unter 2 m Bandlänge
- Es ist empfehlenswert, die Arbeitszeiten kurz zu halten. (Bei geringen Bandlängen werden die Bänder heiss und verschleissen vorzeitig.)
- Die Bänder sollten nicht zu stark gespannt sein.
- Das Band muss sich "von alleine‶ in den Schneidstoff ziehen. Starkes Drücken führt zur Belastung des Bandes und zum vorzeitigen Reissen.
- Da die Zahnspitzen bei diesen Bändern in kurzen Abständen in das Holz greifen, sollten, um die Standzeit zu erhöhen, hochwertige Bänder verwendet werden (zahnhart oder Premiumbänder/Flexback).


4. Schärfen
4.1 Bei welchen Bändern ist das Schärfen/Schränken sinnvoll?
Wenn wir im Folgenden vom Schärfen sprechen ist das Schränken eingeschlossen. Schärfen lassen sich Standardbänder und zahnspitzengehärtete Bänder. (Nach Ausschleifen der Härte unterscheiden sich diese in nichts von Standardbändern.)
Im Service kommt es darauf an, die optimale Zahngeometrie heraus zu arbeiten. Das Verhältnis von Zahnteilung und Zahntiefe ist einzuhalten. Flache Zähne, Mäusezähne verstumpfen schnell. öberschränkte Bänder neigen zur vorzeitigen Rissbildung.Die Zähne sollten maximal 1/3 Bandstärke überstehen. Ebenso ist vom Schärfdienst darauf zu achten, den Zahngrund auszuschleifen und das wesentliche, die Zahnspitzen exakt herauszuarbeiten.
Im Service müssen einige Einschränkungen vorgenommen werden. Werden vom Hersteller Bänder zu flach eingezahnt ist ein höherer Arbeitsaufwand für ein exakt funktionierendes Band nötig. Dieser Fehler ist relativ einfach zu kompensieren.
Problematisch ist es, wenn von Herstellern die Teilung und die Bandbreite nicht konsequent einghalten wurden. Solche Bänder, meist sind es Billigbänder, sind in einem vernünftigen wirtschaftlichen Rahmen nicht instand zu setzen. Sie solltem dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt werden.(Schrott)
Ab einer Teilung von 5 mm ist ein Nachschärfen wirtschaftlich sinnvoll.
Die hartmetallbestückten Bänder für den Holzbereich sind nachschärfbar. Sie benötigen mit ihrer variablen Teilung besondere Schärfmaschinen.

4.2 Wie oft können Bänder geschärft werden?
Die Vorraussetzung für eine lange Lebensdauer wird bereits beim Kauf entschieden. Hat der Anwender ein hochwertiges Band, dass allen Qualitätsanforderungen insbesondere an eine konstante Teilung und konstante Bandbreite genügt, erworben, entscheiden der Anwender und die Qualität des Schärfdienst über die Lebensdauer.
Werden vom Anwender Bänder, die bereits verlaufen und stumpf sind weiter benutzt, man spricht vom Quälen eines Bandes, entstehen im Zahngrund Haarrisse. Diese können dazu führen, daü ein Band, auch erst nach mehrmaligem Schärfen in diverse Bandstücke zerfliegen kann.
Die Regel besagt, sobald ein Band verläuft sollte es geschärft werden.


Autor: Reinhard Eck
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Warum reissen meine Bänder häufig?

Dafür gibt es viele Ursachen, die auch an der Maschine liegen können.
Wir konzentrieren uns hier auf Bandfehler:

  • Die Bänder werden zu lange gefahren und sind schlicht stumpf. Die Zahnspitzen sind verrundert.
  • Die Schweissnaht ist unsachgemäss.
  • Schärfen/Schränken ist unsachgemäss.
  • Auswahl des falschen Bandmaterials. Oft wird die Bandstärke überdimensioniert. Die Regel - die Bandstärke sollte 1/1000 des Rollendurchmessers der Bandsäge nicht überschreiten. Bei einem Rollendurchmesser von 50 cm wären Bänder mit einer Blattstärke von 0,7 mm falsch. Richtig wäre hier die Bandstärke von 0,5 mm.


Mein Band verläuft?

Mögliche Ursachen hervorgerufen durch Bänder:

  • Einseitige Schränkung.
  • Band hat einseitig Fremdkörper (Nägel, Steine...) tangiert.
  • Bandlauf an der oberen Rolle prüfen.


Wie ergeben sich die Preise für Schweissnähte?

Die Preise für Schweissnähte sind abhängig von der Bandbreite. Preise/Schweissnaht.

  • Bandbreite bis 12 mm = 4.00 EUR netto; 4,36 inkl. MwSt
  • Bandbreite bis 20 mm = 4.50 EUR netto; 5,36 inkl. MwSt
  • Bandbreite ab 20 mm = 5.00 EUR netto; 5,45 inkl. MwSt



 
 
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